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Riesenschnitzel-Gasthof “Drei Linden” in Feucht

8. August 2009

Wo bekommt man(n) in Nürnberg und Umgebung XXL-Food?

Diese Fragen stellten wir uns schon des Öfteren. Nach ein bisschen googlen sind wir auf den Gasthof “Drei Linden” in Feucht gestoßen. Neben einem QYPE-Eintrag, leider mit nur drei Bewertungen, findet man auch einen Bericht von KABEL1. Das “Drei Linden”-Team bereitete damals deutschlands größtes Schnitzel zu, was auch überall im Restaurant ersichtlich ist.´

Anmerkung: Es ist viel Text, jedoch solltet ihr diesen zu Ende lesen!

Das Essen ist TOP

Die Portion ist eigentlich kaum zu schaffen. Neben zwei großen, in der Pfanne ausgebackenen, “Schnitzeln” gibt es, eine kleine Porition Pommes und eine Salatbeilage. Die Zubereitung, auch von allen anderen Speisen, wie Braten und Brozeiten sind frisch – und das schmeckt man. Übrigens gibt es auch noch Exoten wie Kreuzotter oder Haifisch auf der Speisekarte, diese müssen aber teilweise vorbestellt werden.

Das kostet der Spaß

Ein (Riesen)-Schnitzel inkl. aller Beilagen nur 11,00 EUR. Die Hälfte gibt es als Kinderschnitzel für 6,00 EUR. Auch das (Riesen)-Cordon-Bleu für für 12,50 EUR (Kinderportion 7,00) EUR sind nicht zu verachten. Auch alle anderen Speisen sowie Getränke sind normal bepreist.

So schauts aus

Der Gasthof “Drei Linden” ist ein “Familien-Wirtshaus” wie man es kennt. Und das merkt man an vielen Ecken und Kanten. Neben der typischen Wirthaus-Einrichtung gibt es einen angebauten Wintergarten sowie eine große Terasse mit ca. 20 Bierbankgarnituren. Teilweise waren die Stühle sowie Speisekarten etwas klebrig. Der Weg zur Toilette geht durch einen Flur wo überall ein bisschen was vollgestellt ist. Trotz der etwas älteren Erbauung, was nicht zu übersehen ist, sind diese sauber.

Unsere Erfahrungen

Vorab möchte ich sagen, wir waren nicht nur einmal in den “Drei Linden” und jedes mal waren es mindestens drei Personen. Dass das Essen schmeckt brauche ich glaub ich hier nicht mehr erwähnen ;-) Der Service ist nicht immer der schnellste und so wärt man schon mal 10 Minuten bis man die Karte bekommt bzw. Getränke bestellen kann. Auch bis letztendlich das Essen da ist vergehen im Schnitt 30 Minuten.

Das letzte Mal

Diese Frage haben wir uns beim leztene Besuch, vor einigen Tage, gestellt. Vorab muss man sagen, dass die Außentereasse voll besetzt und auch im Wintergarten ein bisschen was los war. Jedoch ist dies kein Grund, auf eine Suppe 1,5 Stunden zu warten. Die Getränke wurden nach 10 Minuten aufgenommen, 15 Minuten später hatten wir diese dann auch am Tischen und haben unser Essen bestellt. 2x Schnitzel, 1x Kinderschnitzel, 1x Kinder-Cordon-Bleu und zwei Leberknödelsuppen.

Immer wieder sahen wir die leckeren Schnitzel welche an die Nachbartische wanderten. Eine halbe Stunde war rum, immer noch keine Suppe. Gut dachten wir uns, es ist viel los, warten wir noch ein bisschen. Eine Stunde später, keine Suppe, kann das sein? Also wollten wir bei der Bedienung nachfragen. Nur jedes mal wenn diese an unserem Tisch vorbeigelaufen ist und wir die Hand hieben, kam keine Reaktion. Erst beim fünften Mal und “hallo” schreien wurden wir beachtet. Jedoch anstatt direkt zu uns an den Tisch zu kommen, mussten wir unser Anligen durch den halben Wintergrarten schreien.

Neben eine Getränkenachbestellung fragten wir auch nach unseren Suppe. “Gleich” hieß es, also warteten wir. “Gleich” hatten dann nochmal ca. 20 Minuten bedeutet, so haben wir nach 1,5 Stunden endlich unsere Suppe bekommen. Trotzdem haben wir uns nach Erhalt der Suppe ein Deathline gesetzt, nach der wir gehen wollten. Und wie es der Zufall so wollte, eine Minute vor Ablauf der Zeit kam zumindest eine Porition, das Kinder-Cordon-Bleu.

Der Wirt (Inhaber) ging wieder und brachte die nächsten Schnitzel. Jedoch nicht zu uns, sondern an den Nebentisch, welcher wohl gemerkt erst nach uns besetzt wurde. Wir riefen den Wirt und beschwerten uns, dass wir mittlerweile seit 2 Stunden warten und ein Gericht auf dem Tisch steht. Nach und nach, innerhalb von 5 Minuten, kamen dann auch noch die anderen drei, wahnsinn oder?!

Manche fragen sich jetzt, wie so wir überhaupt so lang gewartet haben. Ganz klar: Wir hatten alle Hunger und uns auch auf das Schnitzel gefreut. Und eigentlich haben wir uns gedacht, dass man nach “so kurzen Zeit und zuvorkommender Bedienung” ein Entgegenkommen zu erwarten hat, denkste!

Beim obligatorischen “Hat´s Ihnen geschmeckt, waren Sie zufrieden” haben wir mit “nein” geantwortet. Die Bedienung hat ihr Gesicht verzogen, ist gegangen und hat uns den Wirt geschickt. Nachdem dieser uns fragte was los sei, obwohl wir uns ja schon mal bei diesem beschwert hatten, meinten wir dass wir nicht den vollen Betrag bezahlen möchten.

Das Ende vom Lied: Die Suppen, im Gesamtwert von 5,20 EUR, wurden uns nach einigem hin und her und viel Diskussion erlassen. Alle anderen Getränke sowie Speisen mussten wir vollständig bezahlen. Zusätzlich haben wir noch eine Story erhalten wieso es keinen Nachlass gibt: frisch zubereitet, viel los, Mitarbeiter krank. Letztendlich alles Aussagen welche wir verstehen, die uns als Kunden aber letztendlich nicht interessieren.

Das Fazit

Der Service lässt ganz klar zu wünschen übrig, die Schnelligkeit spielt eher eine etwas untergeordnete Rolle und ob der Kunde hier immer König ist, ist auch fraglich. Ebenfalls ob wir hier nochmal essen gehen werden. Trotz des wirklich erstklassigen Geschmacks möchte ich für mein Geld dementsprechend “bedient” bzw. “umsorgt” werden.

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